Reportage im Magazin IT for Government 2016

23.11.2016

«Die Software kann innert weniger Minuten in Betrieb genommen werden» - Der Druckdienstleister Graphax hat vor einem Jahr den Gever-Softwarehersteller BrainConnect übernommen. Urs Kälin erklärt im Interview, was sich seither verändert hat und was es mit der Zusammenarbeit zwischen BrainConnect und I-Web auf sich hat. (Interview mit Marc Landis)

Was hat sich bei BrainConnect seit der Übernahme durch Graphax getan? 

Urs Kälin: Sehr viel. Zu einem waren uns Kontinuität und der Wissenstransfer sehr wichtig. Wir dürfen sagen, dass die Brain-Connect-Kunden diesen Schritt sehr begrüsset haben und vor allem auch eine weitergehende «Investitionssicherheit» erhal-ten. Graphax respektive die zu 100 Prozent eigenständig wei-terbetriebene AG wird auch zukünftig im und für den Gemeinde-bereich im Gever-Umfeld laufend Innovationen bringen. Zum anderen konnten neue Schlüsselpositionen im Sales-Consultant- und Softwarebereich durch neue Stellen innerhalb von BrainConnect aufgebaut werden.

Ich habe gelesen, dass BrainConnect Gever mit dem «eGov-Center» der I-Web verbunden werden soll. Wie muss man sich die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen vorstellen?
I-Web ist für BrainConnect ein wichtiger Partner. Zum einen übernimmt I-Web die Rolle eines wichtigen «Gemeinde-Hosting-partners» für BrainConnect und stellt somit sicher, dass die Gemeinden sich keine Sorgen um die Datensicherheit machen müssen. I-Web hat bereits heute über 650 Gemeinden unter Vertrag und ist ein etablierter und innovativer Partner. Mit der Einbindung von BrainConnect in das «eGov-Center» von I-Web wird der digitale Daten- und Informationsfluss gewährleistet. Dies mit Lösungen für die Gemeindemitarbeitenden, aber auch für die Bürger. Dienstleistungen, wie etwa das Reservieren von Sporthallen in einer Gemeinde, können so voll digital abgewickelt werden. Die Durchgängigkeit bis in die Gever-Lösung von BrainConnect stellt sicher, dass Entscheidungsprozesse abgebildet und digital dokumentiert sind.

BrainConnect Gever wird als SaaS-Lösung aus dem Rechenzentrum beworben. Was sind die Vor-teile dabei? Was sind die Nachteile?
Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Gemeinden müssen sich nicht mit dem Aufsetzen der Lösung beschäftigen. Mit einem Standardprozedere kann die Software innert weniger Minuten in Betreib genommen werden, das heisst mit einer schnellen und hohen Adaptionsgeschwindigkeit. Dies alsdann natürlich auch zu geringeren Kosten als eine herkömmliche Vorortinstal-lation auf einem Server der Gemeinde. Und dies unter Einhal-tung der Security-Bestimmungen. Zudem fallen keine Hardwarekosten an, und Software-Updates und Verbesserungen in Absprache mit dem Kunden können einfach eingespielt werden können. Also ein fortwährendes Tuning, auch nach Best-Practice- Ansätzen der Power-Nutzer. Nachteile gibt es aus unserer Sicht eigentlich keine. Natürlich bedingen die Cloud-Dienste ein Umdenken bei bestehenden Installationen und Anwendungen. Jedoch hat sich in den letzten Jahren die Haltung zu SaaS massiv geändert. Die Gegenwart und Zukunft heisst digital, Dienste aus der Cloud und eben auch SaaS.

Was geschieht mit BrainConnect Gever, wenn das Internet ausfällt? Kann dann auf der Gemeinde-verwaltung trotzdem weitergearbeitet werden?
Mit I-Web haben wir ein äusserst stabiles und performantes Rechenzentrum. Sämtliche Dienste sind redundant aufgebaut. Heute spricht man von einer 99.xxx-Verfügbarkeit. Wie sieht es mit der Datensicherheit bei Brain-Connect Gever aus? Das Rechenzentrum von I-Web arbeitet bereits seit vielen Jahren mit klar definierten Security-Standards, inklusive gesicherten Datenleitungen. Die Softwareentwicklung und der fortwährende Weiterausbau der Software finden geschützt statt.

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